
Vier Augen sehen mehr als zwei: Kombinierte Physio- und Musiktherapie bei Huntington im Spätstadium
Eine neue Studie zur kombinierten Musik- und Physiotherapie zeigt, dass einfache rhythmische Impulse besser funktionieren als komplexe Musik oder Anweisungen. Sie helfen dabei, die Bewegungskontrolle zu verbessern und Chorea zu reduzieren.
Achtung! Automatische Übersetzung – Möglichkeit von Fehlern
Um Neuigkeiten aus der HK-Forschung und Studien-Updates so schnell wie möglich an möglichst viele Menschen zu verbreiten, wurde dieser Artikel automatisch von der KI übersetzt und noch nicht von einem menschlichen Redakteur überprüft. Obwohl wir uns bemühen, genaue und verständliche Informationen zu liefern, können KI-Übersetzungen grammatikalische Fehler, Fehlinterpretationen oder unklare Formulierungen enthalten.Die zuverlässigsten Informationen finden Sie in der englischen Originalversion oder später in der vollständig von Menschen bearbeiteten Übersetzung. Wenn Ihnen wesentliche Fehler auffallen oder wenn Sie Muttersprachler dieser Sprache sind und bei der Verbesserung der korrekten Übersetzung helfen möchten, können Sie sich gerne an editors@hdbuzz.net wenden.
Eine neue Zusammenarbeit zwischen Forschenden der Indiana University Southeast und der Bellarmine University in Kentucky (beide USA) untersuchte, was passiert, wenn Physiotherapeuten und Musiktherapeuten direkt mit Menschen im Spätstadium der Huntington-Krankheit zusammenarbeiten. Die Studie beschreibt, wie diese beiden Berufsgruppen ihre Kräfte bündeln können, um Betroffenen zu helfen, sich besser zu bewegen.
Für die Studie, die kürzlich im Journal of Interprofessional Education & Practice veröffentlicht wurde, wurden 10 Personen mit Huntington im Spätstadium gewonnen. Sie lebten in einer Langzeitpflegeeinrichtung, die auf die Betreuung von Huntington-Patienten spezialisiert ist. Diese Teilnehmenden waren in der Lage, einige Bewegungen wie Aufstehen oder Gehen auszuführen, benötigten aber bei allem anderen Unterstützung.
Physio- und Musiktherapeuten
Physiotherapeuten – Fachkräfte im Gesundheitswesen, die Menschen helfen, ihre Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu lindern – arbeiten mit Betroffenen in allen Stadien der Huntington-Krankheit zusammen, um Mobilität und Funktionen zu erhalten. Tatsächlich haben Sport und Therapie positive Ergebnisse bei der Verbesserung der Gehgeschwindigkeit und des Gleichgewichts gezeigt. Bisher gab es jedoch nur wenig Forschung darüber, wie man Menschen mit Huntington speziell in den späten Stadien der Krankheit am besten helfen kann.

Gleichzeitig ist bekannt, dass Musiktherapie Menschen bei der Kommunikation und den körperlichen Funktionen hilft. Musiktherapeuten nutzen Rhythmus und Melodie, um Betroffenen zu helfen, therapeutische Ziele zu erreichen. Es gibt Hinweise darauf, dass sie in früheren Stadien der Krankheit das Gehen und Denken verbessern können.
Was wurde untersucht?
Um zu verstehen, wie die Kombination der Therapien funktionieren könnte, entwickelten die Forschenden ein Verfahren, das in zwei Hauptteile unterteilt war. Zuerst gab es einen „Tag der Bewegungsbewertung“, an dem ein Physiotherapeut die Bewegungsfähigkeit jeder Person ohne Musik beurteilte. Dabei wurde darauf geachtet, wie sie aufstanden, gingen und das Gleichgewicht hielten. Fünf Tage später fand ein „Tag der Musik- und Bewegungsintervention“ statt, an dem ein Physiotherapeut und ein Musiktherapeut gemeinsam mit den Teilnehmenden arbeiteten.
Während der Intervention verglich das Team drei verschiedene Bedingungen, um zu sehen, was am besten funktionierte. Die erste Bedingung war Standard-Physiotherapie ohne Musik. Die zweite Bedingung beinhaltete Physiotherapie gepaart mit einem einfachen rhythmischen Impuls auf einer Trommel, der einen stetigen, pulsartigen Schlag lieferte, der an die Geschwindigkeit des Teilnehmenden angepasst war. Die dritte Bedingung nutzte einen melodischen rhythmischen Impuls auf einer Gitarre, der durch Akkorde und Melodien einen komplexeren Klang erzeugte.
Sport und Therapie haben positive Ergebnisse bei der Verbesserung der Gehgeschwindigkeit und des Gleichgewichts von Menschen mit Huntington gezeigt.
Es wurden auch taktile Reize eingesetzt. Das bedeutet, dass der Physiotherapeut den Teilnehmenden berührte, um den Zeitpunkt und die Kontrolle der Bewegung zu steuern, zum Beispiel durch Druck auf den Rücken, um beim Aufstehen zu helfen. Ziel war es zu sehen, wie diese verschiedenen Reize die Fähigkeit der Teilnehmenden beeinflussten, funktionelle Bewegungen auszuführen. Die Forschenden nutzten Beobachtungen, Videoaufzeichnungen und Interviews, um Daten zu sammeln.
Was waren die Ergebnisse?
Die Analyse ermöglichte es den Forschenden, zwei Hauptthemen aus der Studie zu identifizieren. Das erste Thema wurde „Zwei Teile ergeben ein Ganzes“ genannt und beschrieb, wie die beiden verschiedenen Fachkräfte zu einem kompletten Behandlungsteam zusammenfanden. Dabei wurde betont, dass erfolgreiche Teamarbeit vom Erfahrungsstand der Therapeuten abhängt. Da in dieser Studie sowohl der Physiotherapeut als auch der Musiktherapeut Experten für neurologische Erkrankungen waren, ermöglichte ihr kombiniertes Fachwissen bessere Entscheidungen, als jeder für sich allein hätte treffen können. Zum Beispiel half ihnen ihre Erfahrung, die Bedürfnisse der Teilnehmenden im Moment zu verstehen und schnell darauf zu reagieren.
Ein weiterer wichtiger Teil des ersten Themas war ein klares Verständnis dafür, was andere Berufsgruppen tun. Die Therapeuten verstanden die Rollen des jeweils anderen und respektierten ihre unterschiedlichen Beiträge, indem sie zum Beispiel wussten, wann sie sich zurückhalten und dem anderen die Führung überlassen sollten. Dieser gegenseitige Respekt schuf eine positive Arbeitsbeziehung und ermöglichte es den Therapeuten gleichzeitig, ihre berufliche Komfortzone zu verlassen und einen neuen gemeinschaftlichen Ansatz zu entwickeln, um die besten Ergebnisse für Menschen mit Huntington zu erzielen.
Das zweite Hauptthema war „Symbiotische Interaktionen“. Dies bezog sich darauf, wie die Therapeuten vor und während der Sitzungen harmonisch zusammenarbeiteten. Dies begann mit der gemeinsamen Vorbereitung, bei der sie sich vorab absprachen, um spezifische Ziele für jeden Teilnehmenden festzulegen. Wenn der Physiotherapeut sich auf eine bestimmte Bewegung konzentrieren wollte, plante der Musiktherapeut die musikalischen Impulse passend zu diesem Ziel. Während der eigentlichen Therapie praktizierten sie „Co-Direktion“, was bedeutete, dass sie die Führungsrollen ganz natürlich wechselten, um die Sitzung im Fluss zu halten. Dies war besonders hilfreich für die Teilnehmenden, da es Verwirrung reduzierte, wenn jeweils nur eine Person die Hauptanweisungen gab.

Eines der interessantesten Ergebnisse stammte aus dem Unterthema „Impulsgebung bei der Co-Behandlung“. Hier wurde untersucht, welche Arten von Impulsen den Teilnehmenden am meisten halfen. Impulse können implizit sein, wie ein Trommelschlag oder eine Berührung, auf die der Körper automatisch reagiert, oder explizit, wie verbale Anweisungen, die Nachdenken erfordern. Die Studie ergab, dass die Teilnehmenden viel besser auf die einfachen, impliziten Impulse reagierten. Wenn der Musiktherapeut zum Beispiel einen einfachen Trommelschlag verwendete, zeigten die Teilnehmenden eine bessere Bewegungskontrolle, weniger unwillkürliche Zuckungen (Chorea) und gleichmäßigere Gehmuster.
Im Gegensatz dazu funktionierte die komplexere Gitarrenmusik nicht so gut. Die Gitarrenimpulse hatten mehr Noten und Rhythmen, was für die Teilnehmenden anscheinend zu viel war, um es zu verarbeiten. Bei Menschen mit Huntington im Spätstadium, die bereits Schwierigkeiten haben, komplexe Aufgaben zu durchdenken, führte die Gitarrenmusik vermutlich zu einer zu hohen kognitiven Belastung – das heißt, sie erforderte zu viel geistige Arbeit. Ähnlich waren einfache verbale Kommandos des Physiotherapeuten wie „links, rechts, links, rechts“ hilfreich, aber lange oder komplizierte Anweisungen waren weniger effektiv. Der Schlüssel lag darin, die äußeren Reize einfach zu halten, damit sich die Teilnehmenden auf ihre Bewegungen konzentrieren konnten.
Warum ist das wichtig?
Die Ergebnisse dieser Studie sind wichtig, weil sie die ersten sind, die diese spezifische Kombination von Therapien für Menschen mit Huntington untersuchen. Die Ergebnisse legen nahe, dass einfache rhythmische Impulse, wie eine Trommel, ein wirkungsvolles Werkzeug sein können, um Menschen im Spätstadium der Erkrankung zu helfen, sich kontrollierter und sicherer zu bewegen. Es zeigte sich auch, dass langsamere Bewegungen für Menschen mit Huntington oft besser sind, weil sie so ihren Körper kontrollieren, anstatt sich von der Krankheit hetzen zu lassen. Die Studie unterstreicht zudem, dass es bei Musiktherapie nicht nur darum geht, Lieder vorzuspielen; es braucht einen qualifizierten Therapeuten, um die richtigen Klänge auszuwählen, damit die Teilnehmenden nicht überfordert werden. Beliebige Hintergrundmusik oder Radiogerausche könnten nämlich eher ablenken.
Zusammenfassung
- Die Studie hat gezeigt, dass Physiotherapeuten und Musiktherapeuten die Versorgung von Menschen mit Huntington im Spätstadium verbessern können, wenn sie ihre Kräfte bündeln.
- Die Zusammenarbeit funktioniert am besten, wenn beide Fachkräfte einander respektieren, sorgfältig planen und einfache, gezielte Impulse setzen.
- Dieser Ansatz kann potenziell in anderen Kliniken angewendet werden oder dazu dienen, Pflegekräfte darin zu schulen, wie sie Betroffenen am besten helfen können, sich sicher zu bewegen.
- Obwohl zu diesem Thema noch mehr Forschung nötig ist, zeigt diese Studie, dass zwei Köpfe (und zwei Disziplinen) oft besser sind als einer, wenn es um die komplexen Herausforderungen der Huntington-Krankheit geht.
Weitere Informationen zu unseren Offenlegungsrichtlinien finden Sie in unseren FAQ…

